T-DSL - ein Erfahrungsbericht

17. September 2001

Januar 2000: NGI bietet einen Internet-Zugang zum Flatrate-Tarif (knapp 70 DM pro Monat, keine weiteren Gebühren). Das klingt interessant, ich werde Mitglied.

In den nächsten Monaten habe ich keine Problem mit dem Internet-Zugang, die Einwahl funktioniert zuverlässig und die Geschwindigkeit ist auch in Ordnung.

Oktober 2000: Der Internet-Zugang funktioniert nicht mehr. NGI hat „technische Schwierigkeiten“, nach ein paar Tagen stellt sich heraus, dass diese Schwierigkeiten finanzieller Natur sind und die Flatrate komplett eingestellt wird.

Dezember 2000: Nachdem T-Online die Mindestlaufzeit von 12 Monaten für ihren Flatrate-Tarif (für ISDN und Modem) aufhebt, melde ich mich dort an und erhalte am 11.12.2000 per e-mail die Auftragsbestätigung.

Zeitgleich beantrage ich die Einrichtung eines DSL-Anschlusses, hierfür wird noch kein Bereitstellungsdatum genannt.

07.09.2001: Ich erkundige mich mal wieder über den aktuellen Status des DSL-Anschlusses und erfahre zu meiner großen Überraschung, dass dieser am 12.09. funktionieren würde. Auf meine Frage nach der zugehörigen Hardware (von der mir versichert wurde, dass sie spätestens eine Woche vor Bereitstellung des Anschlusses geliefert sein sollte) wird mir gesagt, dass diese spätestens Montag oder Dienstag der darauffolgenden Woche (also spätestens am 12.09.) geliefert sein wird.

12.09.2001: Ich bin nicht sonderlich überrascht, dass immer noch keine Hardware da ist.

13.09.2001: Am (angeblichen) Bereitstellungstag höre ich immer noch nichts von der Telekom und rufe bei der Hotline an. In zwei Telefonaten wird mir erklärt, dass der 12. September der „interne Schalttermin“ sei, was das bedeutet kann mir niemand erklären.

15.09.2001: Um etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, besuche ich einen anderen T-Punkt, ein sehr freundlicher Mitarbeiter bestätigt mir den Schalttermin am 13.09. und ist ebenfalls darüber verwundert, dass ich immer noch keine Hardware erhalten habe. Er gibt mir ein großes graues Paket mit. Das nenne ich Service!

Nach dem Anschluss sämtlicher Geräte leuchtet die „SYNC“-Lampe des DSL-Modems rot. „Keine Verbindung“ verrät mir das Handbuch. Hotline. „Das kann daran liegen, dass die Hardware nicht innerhalb von 48 Stunden nach der Freischaltung des Anschlusses angeschlossen wurde, und der Port deshalb wieder geschlossen wurde“. Sehr witzig. Ich erhalte eine weitere Nummer, diesmal die von der Störungsstelle.

Der Mitarbeiter der Störungsstelle kann meinen Ausführungen zunächst nicht ganz folgen, leitet den Auftrag („Port-Resetten“) aber an die Technik-Abteilung weiter. „Das erfolgt in den nächsten Stunden, unsere Techiker arbeiten das ganze Wochenende“.

Am Abend erfahre ich, dass die Techniker wohl doch nicht am Wochenende arbeiten, und dass die mein Auftrag erst am Montag bearbeitet wird.

17.09.2001: Das rote Lämpchen am DSL-Modem strahlt mich immer noch an. Die Telekom-Hotline kann sich nicht erklären, warum in der Datenbank mein Anschluss als „zum 13.09. beantragt“ und nicht als „aktiviert“ aufgeführt wird, „das hat vielleicht ein Techiker vergessen einzutragen“. Ich soll mich an die Auftragsbearbeitung wenden.

Die Auftragsbearbeitung hat auch keinen PlanTM und verbindet mich direkt mit meiner Auftragsbearbeiterin. Ich werde aus der Leitung geworfen. Beim zweiten Versuch werde ich erfolgreich verbunden, die Mitarbeiterin werde mich in einer halben Stunde zurückrufen. Nach zwei Stunden rufe ich wieder an, und erfahre, dass es wohl schon öfters vorgekommen ist, dass der Port noch nicht eingerichtet wurde. Aaaaahhhh…..

Obwohl ich die Hoffnung für diese Woche schon aufgegeben habe, klingelt am Nachmittag unerwartet das Telefon, ein Telekom-Techniker ist dran und verrät mir, dass in 10 Minuten der DSL-Anschluss geschaltet wird.

Seitdem scheint die Sache zu laufen, ich warte jetzt auf die nächste Überraschung…

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