Über die MSDN Academic Alliance und die TU München habe ich eine Vorabversion von Windows Longhorn in die Finger bekommen.

Erste Eindrücke:
- Die Installation geht schneller, das Setup lügt aber wenn es um die noch zu verbleibende Zeit geht
- Mit 16 Farben und 640×480 sieht das wirklich grauenvoll aus
- IPv6 wird in den Standardeinstellungen unterstützt und verwendet
- Die Oberfläche ist rein optisch nicht mehr ganz so hässlich wie Windows XP, scheint in vielen Punkten durchdachter, aber manchmal auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig zu sein
- Endlich wird beim Starten und Beenden ungefähr angezeigt, was im System gerade passiert
- Noch mehr Klickibunti, Animationen und lustige Assistenten, die immer genau wissen, was man gerade machen will
- An vielen Ecken und Enden merkt man, dass es sich noch um eine Entwicklungsversion handelt. Aber einige sehr interessante Ideen scheinen schon durch. Z.B. Breadcrumb-Navigation im Explorer
- Das Dateiverwaltungssystem WinFS ist eine sehr seltsame Sache. Werde ich mir noch näher anschauen, wie das gehen soll
8. September 2004 03:21
„Die Installation geht schneller, das Setup lügt aber wenn es um die noch zu verbleibende Zeit geht“
Langsamer als bei XP geht eigentlich fast nicht mehr. Ist ja selbst SuSE schneller… wobei… mal was neues von Norton installiert?
„Mit 16 Farben und 640×480 sieht das wirklich grauenvoll aus“
Standardmäßig schaut das doch eh grauenvoll aus, wird man hoffentlich abschalten können…
„Endlich wird beim Starten und Beenden ungefähr angezeigt, was im System gerade passiert“
Das wird noch verschwinden!
„Noch mehr Klickibunti, Animationen und lustige Assistenten, die immer genau wissen, was man gerade machen will“
GEIL GEIL GEIL!!! HER DAMIT! BITTE!!!
„Das Dateiverwaltungssystem WinFS ist eine sehr seltsame Sache. Werde ich mir noch näher anschauen, wie das gehen soll“
Wird ja vorerst gar nicht gehen. mit auslieferung von Longhorn wird das ja nicht implementiert sein. Und später dann… mal schaun, wird sicher nicht gerade toll. Emails durchsuchen über den Explorer, oder was auch immer. Wird man wieder zu Outlook/Outlook Express getrieben, wers nimmt ist selber schuld (naja, Outlook in Firmen, ok), wer es nicht nimmt kann die Funktion nicht nutzen.
Soweit ich gehört hab sollen die Anforderungen ja für Longhorn verdammt hoch sein, wenn es rauskommt (2 gig ram, 3ghz CPU usw usw). XP hält sich da ja noch etwas in Grenzen, bis es dann rauskommt wird eh fast jeder sonen rechner haben, aber irgendwie erschreckend, in welche Richtung es dort weiter geht.
9. September 2004 14:07
Zu den Anforderungen:
Das System hat unter Longhorn zum Starten ca. 10 Minuten gebraucht. Als ich den zur Verfügung stehenden Hauptspeicher von 256 MB auf 512 MB erhöht habe, ging’s auf einmal in ca. 2 Minuten. Die nackte Standard-Installation (ohne ein einziges Programm) benötigt ca. 3.5 GB Festplattenplatz. Hoffentlich dauert es bis zum Release noch so lange, bis so ein Rechner erschwinglich ist…
9. September 2004 22:18
Ehm hallo? 3,5GB? So groß is meine Windows Partition ja nicht mal. Was installiert sich denn da so? Ist die Spyware wirklich so groß? Naja, wers braucht, 2 Minuten zum Starten… naja, das wird noch optimiert, allerdings ist das system ja noch kein stück fertig… kann man gespannt sein
13. September 2004 00:06
Die Ressourcenansprüche sind ja wirklich ein schlechter Witz. So übergewichtig ist ja noch nicht mal Linux+KDE+Mozilla. Wenn man mal über wirklich wünschenswerte, wertvolle Innovationen nachdenkt (mehr Sicherheit gegen Netzwerkangriffe und Viren, selbstlernende Benutzerschnittstelle, einfaches und durchgängiges Paketmanagement, ein standardkonformer Webbrowser mit aktuellen Features), dann kommt man zu dem Schluss, dass diese Dinge eigentlich keine Ressourcenfresser wären. Aber statt dessen wird an einem immer schnickschnackigeren GUI, der 101. Variante von COM (sprich: .NET), und DRM (NGSCB) gearbeitet.
Bäh, da bleib‘ ich doch lieber solange bei meinem Windows 2000, bis mich dessen Defizite derart nerven, dass ich freiwillig auf Debian umsteige.
13. September 2004 02:00
Bisschen OT, aber xorg 6.8 mit Tranparenz is echt ne FEINE Sache
Auch sehr schnell die Geschichte, ein wenig langsamer ist das Umschalten der Desktops bei KDE, allerdings im ms Sekundenbereich
KAUFEN MARSCH MARSCH
13. September 2004 08:38
Für Debian gibt’s leider noch keine X.org-Pakete, und selbst will ich’s nicht kompilieren (dann zerhaut’s mir meine Pakete). Aber Transparenz ist für mich relativ uninteressant. Und KDE ist mir zu überladen und zu benutzerunfreundlich, es lebe GNOME mit seinen Human Interface Guidlines…
A propos Ressourcenansprüche: das Backend zum Groupware-Client Evolution braucht bei mir ganz schnell mal >200 MB, wenn man nur ein bisschen im Kalender stöbert. Finde ich eigentlich auch nicht ok.
13. September 2004 14:05
Ich bin sicher auch kein Freund von KDE, aber ich finds ganz nett
Insgesamt aber Fluxbox > *
Linuxprogramme sind meist eh lahm wie sonstwas.
Natürlich ist Transparenz ne Spielerei, aber ich finde eine sehr sehr nette! Wenn die WMs mal drauf eingestellt sind, und man es einstelln kann, dass Fenster im Hintergrund automatisch bisschen transparent werden, dann sieht das schon gut aus! Imho sinnvoller als das gesamte Longhorn Design, das ich bisher gesehen hab