ÜberallFernsehen mit Linux, Teil 2

19. Mai 2005

Gestern nacht gab es schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das digitale Fernsehen, das in München übernächste Woche startet. Erkenntnisse:

  • DVB-T mit Linux geht. Das brauchbarste Programm hierfür ist der KDE Media Player Kaffeine (Screenshot)
  • In Pasing reicht eine kleine 10-Euro-Zimmerantenne
  • Time Shifting ist eine nette Sache
  • Es lassen sich bis zu vier Kanäle gleichzeitig aufnehmen (je nachdem, ob diese Kanäle auf der gleichen Frequenz senden)
  • Aufgenommene Sendungen lassen sich ohne Qualitätsverlust auf eine DVD brennen

Mehr dann ab 30. Mai, ab dann habe ich auch wieder mehr Zeit für solche Spielereien.

5 Kommentare

  1. Hast du immer noch die gleiche Karte? Läuft die mittlerweile brauchbar?

  2. Immernoch die gleiche Karte, TechniSat AirStar2. Mit einer TechniSat Billigantenne. Mit der Hausantenne geht’s nicht, wohl wegen der Antennenspannung, die sich nicht abschalten lässt (der externe Receiver für’n Fernseher geht wunderbar mit der Hausantenne).

    Läuft wunderbar, ohne Kernel-Patcherei, mit einer Standardinstallation von Ubuntu Hoary. Nur wenn der Empfang nicht so gut ist (bzw. gar kein Empfang ist, wie zur Zeit), zickt Kaffeine ein bisschen und friert ein.

    Und ich habe noch kein brauchbares Programm gefunden, mit dem man die erzeugten MPEG-2-TS Dateien unter Windows abspielen kann. Muss es aber geben, denn theoretisch kann man daraus verlustfrei eine DVD machen.

  3. >Mit der Hausantenne geht’s nicht, wohl wegen der Antennenspannung, die sich nicht abschalten lässt

    Für dieses Vorhaben meine ich schon mal irgendwo einen Filter gesehen zu haben, den du in die Koax-Leitung einschleifst. Ich schau mich nochmal danach um.

  4. Diese Erfahrung (Hausantenne gegen Antennenspannung) habe ich auch gemacht. Zudem hat wohl unser Antennenverstärker ein Problem mit höheren Kanälen, so dass das aktuelle Testsignal (die 23 Sekunden Aquarium) nur wieder mit Zimmerantenne funktioniert. Immerhin.

  5. Also bzgl. des Aquariums kann ich leider nicht mitreden – ich habe DVB-T bisher noch nicht getestet. (Hier im Münchner Umland wird eine Zimmerantenne wohl auch nicht mehr ausreichen, und terrestrische Dachantenne ist Fehlanzeige).

    Aber: Was BK-Verstärker (wobei BK = Breitbandkabel der Kabel Deutschland GmbH) angeht: Da gab und gibt es Exemplare, die bis zu 862 MHz verkraften (die sind dann „rückkanaltauglich“ und leiten z.B. auch Kabel-Internet durch), und welche mit nur bis zu 450 MHz (die verschwinden langsam vom Markt). Einen von letzterer Sorte hatten wir auch mal, bevor wir Kabel gekündigt haben und auf DVB-S (Astra digital) umgestiegen sind.

    Im terrestrischen Bereich scheint sich die Sache aber prinzipiell ähnlich zu verhalten wie im Kabel, schau mal hier:

    http://www.wolfgang-rolke.de/dvb-t/ant_amp.htm

    Stichwort: „obere Grenzfrequenz“ des Verstärkers. Immerhin wissen wir jetzt, woran es zu liegen scheint. Eventuell könnte es auch an einer Frequenzweiche liegen, die auf dem Leitungsweg hängt.

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