Mein Name ist Nico Kaiser,
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Wir sind Lena

Den Eurovision Song Contest fand ich in den letzten Jahren mehr als anstrengend. Nach dem inzwischen mehrfach verjährten Sieg von Nicole 1982 gab es für die deutschen Teilnehmer nur noch dürftige bis lächerliche Platzierungen.

Ralph Siegel wollte nicht so recht einsehen, dass sein Einheitsschlagerbrei nicht mehr ankommt, aber immerhin konnte Stefan Raab (alias Alf Igel) mit Gildo Horn (1998), seinem eigenen “Wadde hadde dudde da?” und Max Mutzke (2004) ein paar Highlights einstreuen. Dann waren da noch Texas Lightning (2006), Roger Cicero (2007) mit einer Swing-Nummer (was scheinbar nicht so recht zum Wettbewerb passt), die No Angels (2008), die beim Auftritt eine andere Tonart sangen als die Musik und Fast-Supersternchen Gracia (2005), die verdient letzte wurde.

Und jetzt kommt die 19-jährige Lena Meyer-Landrut, die von Stefan Raab und co. – diesesmal in einer Kooperation von ARD und Pro7 – gefunden wurde, eine Schülerin, die nie Gesangsunterricht hatte, und die über sich sagt:

Ich bin ein Mensch, der sich gern ausprobiert. Ich wollte sehen, wie ich ankomme, und hören, was Leute dazu sagen, die Ahnung haben. Ich kann mich selbst gar nicht einschätzen. (via Wikipedia)

Zusammen mit einem witzigen Up-Tempo Song (die Balladen über Liebe, Weltfrieden und Schmetterlinge in den Jahren zuvor waren doch mehr als anstrengend für den Anlass) ist es genau das, was es ausmacht. Eine authentische, bescheidene und sympathisch auftretende Sängerin, die sich nicht von Pyroeffekten und Background-Stripperinnen beirren lässt und ganz allein so souverän wie unkonventionell die Halle rockt. Die sich noch ehrlich und mitreißend über einen Sieg freuen kann und davon so überwältigt ist, dass es Spaß macht zuzuschauen (“Was, ich soll nochmal singen?” – “Ich weiß jetzt nicht, wo ich hinsoll” nach dem Final-Auftritt).

Seit Jahren gibt es einen ästhetischen Trend in Richtung Authentizität, mit Lena ist der nun endlich im Pop angekommen. (via Nerdcore)

Andere interessante und/oder lustige Kommentare bei Twitter:

Und ich dachte, mit so einem Namen wird man allerhöchstens Justizministerin und das auch nur, wenn man in der FDP ist. – @sixtus

Was machtn Dieter Bohlen jetzt eigentlich? Also, wo er mal gesehen hat, wie das mit diesem Superstar erschaffen WIRKLICH geht? – @JerikoOne

Könnte Stefan Raab jetzt bitte auch mal eine gescheite Regierung suchen? Ja? Danke. – @JerikoOne

Bin echt gespannt, wie die BILD morgen titelt, nachdem sie all die Wochen solch ein subtiles Lena-Bashing betrieben hat. – @MarcusSchuler

Nachteil, falls Lena gewinnt: Der nächste #esc wird dann hier ausgetragen. Das ist immer peinlich. – @spreeblick

Akkordeonorchester Unterpfaffenhofen im Radio

Am 30. Mai 2010 war im Radiosender Bayern 2 ein Beitrag über das Akkordeonorchester Unterpfaffenhofen zu hören. Im Rahmen der Sendung “Musik für Bayern” wurde eine Halbe Stunde über das Germeringer Orchester berichtet und Leiter Rupert Fischer, Gründerin Ingeborg Mückenberger sowie einige Spieler interviewt.

Jede Woche zwei Stunden proben, vor Auftritten und Wettbewerben natürlich mehr, und es kommen zu solch wichtigen Terminen noch ganze Probentage hinzu für die rund 28 aktiven Akkordeonspieler des Akkordeonorchesters Unterpfaffenhofen. Der langjährige Erfolg gibt ihnen Recht, und vor allem seinen Orchesterleitern.

Dieses Jahr kann das AOU sein 35-jähriges Jubiläum feiern. 35 Jahre, in denen sich das Orchester durch Konzert im In- und Ausland und durch zahlreiche Wettbewerbserfolge einen glänzenden Ruf erwarb.

(Ich weiß nicht, ob ich den kompletten Radiomitschnitt hier veröffentlichen darf, kann man jemand mit rechtlicher Ahnung was sagen?)

Wo guckst du? Bei Nico!

Wo guckst du?

Ok, Vodafone schreibt Nico mit “k” – aber ich finde den neuen WM-Werbespot trotzdem witzig.

WM: Niko auf YouTube

Immerhin harmloser als diese Anzeige für “Verbotene Liebe”!

Akkordeon gegen Blähungen

Akkordeon gegen Blähungen

…damit es zu keinem Tönchen kommt!

Ist das furchtbar! (gefunden im Schaufenster einer Apotheke in München-Giesing)

Klangfest München

Als sinnvolle Alternative für Nicht-Fußballfans gab es im Gasteig heute das Klangfest München und damit “bei freiem Eintritt im Gasteig in München mit Musik, angefangen beim Kinderprogramm über elektronische Musik und Reggae bis hin zu Weltmusik und Jazz”. Wie schon bei der Musiknacht war es unmöglich auch nur annäherungsweise alles zu sehen, immerhin konnte ich ein paar Highlights sehen.

  • Kurz vor 12 – drei Münchner spielen Pop, Jazz und Fusion, sympathische Band und coole Musik.
  • Miguel Iven – Flamenco-Gitarrist, der allein den Carl-Orff-Saal gerockt hat. Ein ganzer Konzertabend wäre für meinen Geschmack zu viel Flamenco, aber die halbe Stunden war genial.
  • Le Grand uff Zaque – abgefahrene Mischung als Jazz und Funk und Rumgeschrei und Gesang. Zum Würstlessen im Freien als Hintergrundmusik ganz gut geeignet.
  • Quadro Nuevo – leider zu lange am Fressstand im Celibidacheforum gestanden, und deswegen leider keinen Platz mehr bekommen. Schade, denn Quadro Nuevo lohnt sich immer…
  • Luftmentschn – “die Instrumentalmagier [kombinieren] rein instrumentale Lieder mit Vokalstücken, die, teilweise auf kabarettistische Art arrangiert, die Zuhörer schon seit Jahren begeistern und ein grandioses Medienecho finden”.

Eine sehr schöne und unterhaltsame Ideen von den Plattenfirmen. Und im Nachhinein ist man als Nicht-Fußballfans heute ja insgesamt besser befriedigt worden…

Von Gähnern und Gammlern

Keine Flugangst? Da haben wir was für Sie:
http://bit.ly/dlqkcv

(via @spreeblick)

Sehr sehr unterhaltsamer Text über das Familienbedingte Auslandsreisen, die Schwierigkeiten bei der Reise von Berlin nach Lyon, über Verkehrsmittel, und letztendlich über Flugangst und deren Überwindung durch Ablenkung an der Flughafenbar, wo verschiedene Flugängstige aufeinandertreffen und ihre(?) Geschichten erzählen. Kostprobe?

Die Fahrt dauert 22 Stunden, wenn kein Stau ist. Wenn Stau ist, vielleicht drei Tage. Der Komfort der Schalensitze ließe sich nur dann noch verschlechtern, wenn man auf der Sitzfläche Nägel anbrächte. Beinfreiheit hat man da auch wie in spanischen Stiefeln. Selten ist man einem Menschen näher als seinem Nachbarn in einem Eurolines-Bus, außer beim Geschlechtsverkehr.

Deswegen ist so ein Linienbus die erste funktionierende Zeitmaschine: Man steigt relativ intakt ein, fährt 22 Stunden und wenn man wieder aussteigt, ist man fünfzehn Jahre älter und hat Arthritis.

Von Gähnern und Gammlern von Frédéric Valin auf Spreeblick.

Photos: Italien 2010

Strand von Bellaria

Ein paar Bilder von der Konzertreise des Akkordeonorchester Unterpfaffenhofen nach Bellaria-Igea Marina in der Emilia-Romana in Italien zum Corale Bellaria-Igea Marina. Und dass der feiern kann, sieht man z.B. in diesem YouTube-Video.

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Ti voglio bene

Ti voglio bene

Gefunden auf einem Steg in Bellaria-Igea Marina.

Münchner Musiknacht

Vergangenen Samstag fand wieder die Lange Nacht der Musik in München statt. Von über 400 Veranstaltungen kann man schon froh sein, wenn man bei 6 davon dabei ist, die sich zudem noch allesamt gelohnt haben:

Vereinfacht

Nach einigen Jahren endlich einmal wieder ein kompletter Rewrite des Themes, das diese Website schmückt.

  • Der Inhaltsbereich ist breiter. Damit Texte, Bilder und Videos schöner aussehen und mehr Platz haben
  • Die Sidebar ist weg, hat mir nicht mehr gefallen. Deren Inhalte zum Teil im Footer ganz unten, und zum Teil überflüssig geworden
  • Auf Kommentare kann man jetzt direkt antworten, also nicht mehr nur unter den letzten Kommentar, sondern in mehreren Ebenen auch auf bestehenden mittendrin
  • Das Archiv zeigt jetzt alle Artikel an, bzw. auf den Kategorien-Seiten immer 10 zum Durchblättern
  • Die Foto-Galerie will ich auf Flickr weiterführen. Gallery 2 war nett, Gallery 3 wird bestimmt super, aber ich will die zusätzlichen Community-Features von Flickr Pro nicht mehr missen. Mehr dazu bald…

Das Theme ist zum Teil angelehnt an das neue Twenty Ten Theme der bald fertigen WordPress Version 3.0, und in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren gibt es bestimmt noch einige kleine Anpassungen und Veränderungen.