Intellibook - Welches Betriebssystem?

Auf der International PHP Conference gab’s für Frühbucher wie uns ein Netbook dazu. Das Intellibook ist ein kleiner (10”) schwarzer Klappcomputer mit Atom N450-CPU, 1 GB RAM und 250 GB Festplatte.

Als Spielkind Informatiker muss man da natürlich Alternativen zum vorinstallierten Ubuntu Linux 10.04 testen.

1. Ubuntu Linux upgraden

Ein Upgrade auf die aktuelle Version 10.10 ging völlig problemlos. Ubuntu startet extrem schnell, die GNOME-Oberfläche ist inzwischen wirklich schick, und … naja, es ist ein Linux.

Die Ubuntu Netbook Edition verspricht speziell für kleine Displays angepasste Features zu bieten, angefangen mit der Oberfläche ”Unity”. Die wirkt aufgeräumt, sorgt dafür, dass der kleine Bildschirm halbwegs optimal ausgenutzt wird, hat ein Mac-ähnliches Dock, ist aber auf der eingebauten Intel-Grafikkarte so langsam, dass es keinen Spaß macht (bekanntes Problem).

2. Windows 7

Windows ohne DVD-Laufwerk zu installieren erfordert ein bisschen Geschick, ist aber, hat man es aber erst einmal geschafft, einen bootbaren USB-Stick zu erstellen, kein Problem mehr. Ach ja, Treiber installieren. Und Virenscanner.

Ich fand es schon eindrucksvoll, dass bei 1 GB Speicher und 1,6 Ghz-CPU Windows 7 überhaupt startet, und das sogar einigermaßen flott. Bis man mehr als eine Anwendung (oder Office) startet. Das macht dann keinen Spaß mehr. Gesehen, gelacht, gelöscht.

3. MeeGo

MeeGo entstand aus Moblin und Maemo und ist eine Linux-Variante speziell für mobile Geräte wie Smartphones, Navigationgeräte oder eben Netbooks. Dahinter stecken neben Intel und Nokia noch ein Haufen weiterer großer Hersteller, und das Ganze sieht sehr vielversprechend aus.

Die Oberfläche ist sehr schnell, sehr einfach, wirklich selbsterklärend und für das, was man auf so einem Ding machen will (Surfen, Mailen, Chatten) genau das Richtige. Vielleicht ein bisschen das, was Chrome OS einmal werden könnte.

Nachteil: weder der WLAN-Chip, noch der Ethernet-Port ließ sich auch nach mehrstündigen Versuchen nicht zum Leben erwecken, und ohne Internet ist so ein Surf-Betriebssystem natürlich völlig langweilig.

Fazit:

Ubuntu 10.10 tut’s erstmal, aber ich bin gespannt auf ein MeeGo-Release mit einem Treiber für diesen zickigen Realtek-WLAN-Chip, auf ein neues, schnelleres Unity-Interface, und auch auf Chrome OS.