RAW oder JPEG?

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Jaja, ich weiß, “die beste Kamera ist die, die man dabei hat”. Aber wenn’s nicht (nur) um Schnappschüsse geht, bevorzuge ich wann immer möglich die DSLR und das RAW-Format. Eindrucksvolles Beispiel:

Original:

So kommt das Bild aus der Kamera. Standard-Einstellung für RAW-Entwicklung. So hätte auch die JPEG-Datei ausgesehen, wenn die Kamera sie gespeichert hätte (Canon EOS 60D, EF-S 10-22mm bei 10mm, f/8, 1/1250s, ISO 100):

Relativ dunkel, um fast zwei Blendenstufen unterbelichtet, aber das ist gewollt, um zu vermeiden, dass die Wolken nicht ausgefressen werden und als weißer Brei enden.

Bearbeitet:

In Lightroom ein wenig entzerrt, mit der Lichter/Schatten-Funktion das Gebäude aufgehellt und allgemein Farben und Helligkeiten angepasst:

Dieses Maß an Nachbearbeitung wäre mit einem JPEG-Bild nie möglich gewesen, und bei der ausschließlichen Verwendung von JPEG in der Kamera (und Standardeinstellungen bei der Belichtung) wären die Wolken zu hell und der Vordergrund irreparabel zu dunkel gewesen.

Gerade bei Motiven mit hohem Dynamik-Umfang lohnt sich das RAW-Format besonders, damit kann (!) man sowohl in hellen als auch in dunklen Bereichen, einiges mehr rausholen als mit JPEG.

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