R.I.P. Apple Aperture

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Ende 2005 kündigte Apple Aperture 1.0 an. Lightroom von Adobe ließ noch auf sich warten, und so war Aperture im Prinzip die einzige Möglichkeit für die Entwicklung und Bearbeitung von RAW-Fotos.

(Bild: apple.com)

Ein durchdachtes (und im Laufe der Versionen weiterentwickeltes) Verwaltungskonzept, ein brauchbarer RAW-Konverter und gute Bearbeitungsmöglichkeiten machten es zu meinem Mittel der Wahl für die Bearbeitung und Katalogisierung aller Fotos (hauptsächlich die meiner Canon EOS 400D).

Noch bis Mitte 2011 gefiel mir die Bibliothek und die Farbwiedergabe besser als die des inzwischen sehr viel weiterentwickelten Lightrooms, aber kurz danach bin auch ich umgestiegen, vor allem wegen der (inzwischen!) höheren Qualität des in Lightroom integrierten Adobe Camera RAW, der Objektivkorrektur (in Aperture überhaupt nicht vorhanden) und Rauschunterdrückung (in Aperture fast unbrauchbar).

Ungefähr seitdem gab es für Aperture keine nennenswerten Upates, die genannten Features wurden nicht eingebaut, stattdessen eher in Richtung iCloud-Integration entwickelt. Gerüchteweise hätte es vielleicht irgendwann ein “Aperture X” geben können, aber mit der Ankündigung der Photos App war klar, dass Apple sich wohl weg von der professionellen RAW-Software und hin zur Consumer-orientierten Bilderverwaltung entscheidet. Das ist völlig legitim, aber trotzdem schade, denn jetzt hat Lightroom überhaupt keine (ernstzunehmende) Konkurrenz mehr.

Auch wenn es inzwischen überholt und die Entwicklung eingestellt ist – Aperture war ein tolles Programm, mit dem ich die vergangenen 8 Jahre ca. 80% meiner Fotos entwickelt habe.